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Konzert am 13. Febr. 2010 
WENXIAO Zheng (Viola) und Lilian Akopova (Klavier)
 

Robert Schumann     -    Märchenbilder, Op. 113
(1810 – 1856) 
                                             

Mikhail Glinka   -            Sonate für Viola und Piano in d-Moll
(1804-1857) 
                                  
 

Robert Schumann          Adagio & Allegro, Op. 70
(
1810 – 1856)

Dmitri Shostakovich   -   Sonate für Viola und Piano, Op. 147
(1906 – 1975)
                                   

Bratschen-Boom!  Die angeblich "dicke Schwester der Geige", genannt Viola, hat in letzter Zeit viel von ihrem Witzfigur-Image abgestreift. Die Bratsche ist als Soloinstrument hoffähig geworden und dazu haben nicht zuletzt Künstler wie Yuri Bashmet, Tabea Zimmermann, Nobuko Imai, Kim Kashkashian usw. beigetragen.

Typisch für die agile Beredsamkeit des Instruments ist sein feiner, dunklen Ton. "Du musst sie behandeln wie eine Frau" sagte einst ein berühmter Bratscher.

WENXIAO (>>>>> Lebenslauf)  hat bei seinem Konzert im Loft nicht nur ein wunderbares Programm ausgesucht, welches im ersten Teil mit schönem, gesanglichen Ton die Romantik auskostete, er traf auch genau den richtigen Ton, nämlich kantig, kernig und schroff, als es um Shostakovich ging. WENXIAO  bestätigte in vollem Umfange, dass er zu Recht der Gewinner des ARD-Wettbewerbs 2008 war und zeigte uns, dass auch er befähigt ist die Tradition des noblen Ahnherrn William Primrose mit Aplomb fortzusetzen. Ihm gelang an diesem Abend alles und als er dann noch als Zugabe eine Improvisation von Piazolla spielte und uns mit diesem musikalischen Stimmungswechsel voll in die Szene der Tangoschupppen in Argentinien mitnahm, war das Publikum gleichermaßen überrascht wie auch bezaubert. Begeisterter Beifall und Bravorufe.

Lilian Akopova  (>>>>> Lebenslauf) zeigte sich als  eine gleichwertige Partnerin am Klavier. Obwohl erst seit kurzem ein Team mit WENXIAO, begleitete sie einfühlsam. Sie nahm sich zurück, wo es notwendig war und spielte bravourös und dominant wo das Stück es forderte. Mit schönem Ton ließ sie nicht nur bei Glinka's Sonate den Bösendorfer Konzertflügel schmachten, auch bei Shostakovich gelang es ihr hervorragend die Atmosphäre lebendig zu machen.

Ein außergewöhnlicher Konzertabend mit außergewöhnlichen Künstlern.


"Rund um das Klavier"
organisieren wir Konzerte, um jungen Musikern und Studenten die Möglichkeit für kleine Konzertauftritte zu geben. Den Schülern des Klavierspiels wird ein Forum gegeben, um ihre Fortschritte zu zeigen und bei den Förderkonzerten möchten wir viele neue Freunde und Förderer für unsere Initiative gewinnen.

Musik hautnah erleben, den Pianisten in die Noten schauen, seinen Atem hören und den Schweiß von der Stirne herunter laufen sehen..... das ist für den Musikliebhaber das Besondere an unseren
"Verabredungen mit dem Klavier".
 

 

           

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Was kann man Besseres aus seinem Leben machen, als eine Erfahrung in Bewusstsein verwandeln. (Malraux)