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Konzert am 12. Juni 2010 mit dem Pianisten AMIR KATZ im Studio K 15

Programm:

      "  21 Nocturnes von F. Chopin "

"Amir Katz stellt weniger das melancholisch Perlende in den Vordergrund als viel mehr jenen meditativen, dunkleren und nächtlichen Gehalt dieser reinen Musik."
09/03/10 , WAZ, Kritik von Tom Thelen.

Amir Katz ist keiner von den Pianisten, die über Nacht von einem Label aus dem Hut gezaubert wurden, sozusagen als Eintagsfliege, sondern ähnlich wie Alfred Brendel in seiner Zeit, entwickelte er langsam und stetig seine Präsenz in der Szene, wobei sein unglaubliches Talent sich endlich Bahn bricht. Seine Spielfreude ist ansteckend und unüberhörbar, wobei die zuletzt vorgestellte CD mit den „Lieder ohne Worte“ von Mendelssohn darüber ein beredtes Zeugnis ablegt.  Sein Konzert mit den 21 Nocturnes von F. Chopin zeigt weiter die Fähigkeiten dieses außergewöhnlichen Pianisten. Amir Katz hat eine Menge zu sagen bei diesen Nocturnes und seine Interpretation ist eigenwillig, technisch absolut souverän und die Kontraste weiß er wohl zu setzen. Ein Vergleich mit den „Besten“ dieser Branche fällt unbedingt zu seinen Gunsten aus.  Er spielt nie langweilig, sondern auf allerhöchstem Niveau, spannend, manchmal verträumt, sein Anschlag und die daraus resultierende Klangentwicklung sind magisch,  manchmal hitzig..... ja fast fiebrig. Trotzdem hat er immer die Kontrolle über das was er tut, ohne nur etwas "buchhalterisch" zu verwalten. Er zieht sein Publikum an sich in der Art, dass man in einen musikalischen Sog ohnegleichen gerät. Er ist  ein ganz wunderbarer  Pianist und wir waren dankbar, euphorisch und verzückt, diesen herrlichen Klavierabend erleben zu dürfen.
                        Ein Zuhörer meinte gar, der Flügel sei ganz wunderbar singend im Ton, ob der den ausgetauscht worden wäre. Nein, konnten wir versichern, der Flügel sei nicht ausgetauscht worden, vielleicht läge es aber am Pianisten :-).
Hanni Neubeck
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Amir Katz
, 1973 in Israel geboren, begann erst mit 11 Jahren, Klavierunterricht bei Hanna Shalgi zu nehmen.
           Nachdem er einige nationale Wettbewerbe gewonnen und ein Stipendium der America-Israel Cultural Foundation und den Clairmont Award erhalten hatte, ging Katz mit weiteren Stipendien, darunter eine DAAD-Förderung, nach Europa, wo er bei Sulamita Aronovsky, Elisso Wirssaladze und Michael Schäfer studierte. An der International Piano Foundation am Comer See erhielt er Unterricht von Leon Fleisher, Karl Ulrich Schnabel und Murray Perahia.
          Bei vier internationalen Wettbewerben wurde Amir Katz mit dem ersten Preis ausgezeichnet: Maria Canals in Barcelona, Robert Casadesus in Cleveland, Viotti Valsesia in Italien und beim Schubert-Wettbewerb in Dortmund.

Mittlerweile wird Amir Katz weltweit von Orchestern und Festivals zu Konzerten eingeladen. Er tritt in den bedeutendsten Sälen Europas, Asiens und der USA auf, so im Théâtre du Châtelet in Paris, dem Palau de la Musica und dem Auditori in Barcelona, dem Auditorio National de Mùsica Madrid, der Bulgaria Hall in Sofia, dem Rudolfinum in Prag, dem Mann Auditorium in Tel Aviv, der Tonhalle Zürich, der Philharmonie sowie dem Konzerthaus in Berlin, der Philharmonie (Gasteig) in München und dem Lincoln Center New York. Zudem konzertierte er bei internationalen Musikfestivals, etwa beim Savannah Music Festival, dem Festival de Radio France et Montpellier, dem European Music Festival Sofia sowie dem Oleg Kagan Musikfest Kreuth. Etliche seiner Konzerte wurden für Rundfunk und Fernsehen mitgeschnitten, u.a. für Radio France, den Israelischen Rundfunk, WDR3, HR2, NDR Kultur und den Bayerischen Rundfunk.
             Mehrfach spielte er mit dem Orquestra Sinfònica de Barcelona, dem Haifa Symphony Orchestra, dem Israel Chamber Orchestra, der Israel Camerata, dem Jerusalem Symphony Orchestra, den Brandenburger Symphonikern, den Berliner Symphonikern, den Bergischen Symphonikern, dem Classic FM Radioorchester, der Chamber Symphony of Princeton, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Orchestre National de Lille, den Dortmunder Philharmonikern, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Prager Kammerorchester, dem Israel Philharmonic Orchestra und den Münchener Philharmonikern. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Michail Jurowski, Michael Helmrath, Arthur Fagen, José Serebrier, Lawrence Foster und Zubin Metha zusammen.

In den vergangenen Saisons fand Amir Katz' innige Beziehung zu den kantablen Werken der romantischen Klavierliteratur Niederschlag in vier großen, weltweit aufgeführten Zyklen: Er interpretierte die gesamten Schubert-Sonaten sowie Schuberts Impromptus, Mendelssohns 48 „Lieder ohne Worte“ und Chopins 21 Nocturnes, alle von einem breiten, positiven Presseecho begleitet.
              Auch seine CD-Veröffentlichungen erhielten höchstes Lob. Bei Helicon Records veröffentlichte er Schumanns „Kreisleriana“ und „Davidsbündlertänze“, bei Live Classics eine Doppel-CD mit Mendelssohns „Liedern ohne Worte“, die von den Redakteuren der Musikzeitschrift Crescendo in der Sommerausgabe 2009 zur besten CD der letzten Monate gewählt wurde. Sie erhielt ebenso hervorragende Kritiken wie Katz' Aufnahme von Schuberts Sonaten D845 und D958 für SonyBMG. Im Herbst werden Chopins 21 Nocturnes bei Oehms Classics erscheinen.


"Rund um das Klavier"
organisieren wir Konzerte, um jungen Musikern und Studenten die Möglichkeit für kleine Konzertauftritte zu geben. Den Schülern des Klavierspiels wird ein Forum gegeben, um ihre Fortschritte zu zeigen und bei den Förderkonzerten möchten wir viele neue Freunde und Förderer für unsere Initiative gewinnen.

Musik hautnah erleben, den Pianisten in die Noten schauen, seinen Atem hören und den Schweiß von der Stirne herunter laufen sehen..... das ist für den Musikliebhaber das Besondere an unseren
"Verabredungen mit dem Klavier".
 

 

             

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Was kann man Besseres aus seinem Leben machen, als eine Erfahrung in Bewusstsein verwandeln. (Malraux)