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APHORISMEN |
PROGRAMM
– Konzert am
10- Nov. 2009
Marie-Elisabeth Hecker
Violoncello
Martin Helmchen
Klavier
Rolf Basten
Moderation
J. S. Bach - Cello Suite Nr. 4
(Marie-Elisabeth Hecker)
Moderation durch Rolf Basten
L.v. Beethoven - 7 Variationen über „Bei Männern welche
Liebe fühlen“ aus Mozarts Zauberflöte WoO 46
(für Cello und Klavier)
Oliver Messiaen
aus „Vingt Regards sur l‘enfant Jésus
IX Regard du temps
VIII Regard des hauteurs
(Martin Helmchen)
F. Mendelssohn
Sonate für Cello und Klavier D-Dur op. 58
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"Schönheit ist nur
der Köder"
Die Überschrift entstammt einem Artikel der Südd. Zeitung vom Febr. 2010 und
dabei findet sich ein herrliches Foto von Marie-Elisabeth Hecker, auf dem
sich Versenkung, Hingabe und Verzückung der jungen, hochbegabten Cellistin
spiegeln. Das Foto entstammt dem Bildband "Cellisten", der im
Michael-Imhof-Verlag Fulda 2009 erschienen ist. ( Tipp am Rande ....
unbedingt kaufen .... ist einfach phantastisch).
Der Kritiker der SZ, Harald Eggebrecht, hat in
einem höchst informativen Artikel über das Wesen der Musik geschrieben mit
der letztlichen Aussage, wer den wahren Magnetismus der Musik erleben will,
sollte ins Konzert gehen. Im Gegensatz zur CD-Einspielung erlebe man nur im
Konzert die Schwingungen, die Spannung der Ausführenden ebenso wie die
Aufmerksamkeit anderer Zuhörer. Musik entsteht nämlich im Hier und Jetzt, in
diesem unwiederholbaren Moment. Und wie Sergiu Celibidache richtig erwähnt
hat, eine CD ist nur gut dafür die Erinnerung, um das Live Erlebnis
wiederzubeleben.
Dieses "Hier und Jetzt"
war beim Konzert am 10. Nov. 2009 im Studio K 15 in allen Fasern zu spüren
und zu erleben. Marie-Elisabeth Hecker und Martin Helmchen haben sich
nicht geschont und haben sich voll eingelassen auf das musikalische Erleben.
In jeder Faser ihres Musikerdaseins waren sie voll präsent, mit allen Sinnen
und aller Hingabe. Wenn man leibhaftig im gleichen Raum diese
Vibrationen spürt, wenn man also sozusagen als "Sehend-Hörender"
selbst ein unaustauschbar dazugehörender Teil dieses einmaligen, weil so nie
wiederkehrenden Prozesses wird, ist das der Himmel auf Erden. Man kann
die Solisten beobachten, kann ihre Nervosität aber auch ihre Verzückung
spüren, weil der Musiker "sichtbar" ist. Man kann ihre Schwingungen spüren,
ihre Verletzlichkeit, aber auch ihre absolute Größe.
All das haben wir mit großer Dankbarkeit erlebt und dieses, weil zwei
großartige junge Künstler ihr Herzblut verschenkten und uns daran teilnehmen
ließen. Das Wunder der Musik offenbarte sich, weil zwei junge Künstler der
Musik echtes, pulsierendes, ehrliches Leben einhauchten ...... individuelles
unverwechselbares Leben.
Eben genau so wie es der
legendäre Münchner Generalmusikdirektor Sergiu Celibidache einmal
sagte "Schönheit ist nur der Köder, Musik ist wahr."
Hanni Neubeck
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Lebenslauf von
Marie-Elisabeth Hecker
wurde 1987 in Zwickau geboren. Mit 5
Jahren begann sie 1992 am Robert Schumann-Konservatorium in Zwickau Cello zu
studieren. Im deutschen Nationalen Wettbewerb „Jugend Musiziert“ gewann sie
1999, im Alter von 12 Jahren, den ersten Preis für Cello in Kammermusik und
Solo. Diesen Preis gewann sie mehrere Jahre. Mit 14 Jahren erhielt sie den
ersten Preis beim bekannten Internationalen Dotzauer Wettbewerb in Dresden,
wo sie inzwischen beim geschätzten Cellist Peter Bruns am
Karl-Maria-von-Weber-Konservatorium in Dresden studierte. 2005 gewann sie
den 1. Preis sowie zwei Sonderpreise beim „Rostropovich-Wettbewerb“
in Paris. Es folgten weitere erste Preise bei nationalen und internationalen
Musikwettbewerben.
Sie gab Konzerte im In- und Ausland und belegte Meisterkurse bei Bernard
Greenhouse, Gary Hoffman, Frans Helmerson, Steven Isserlis, Leonid Gorokhov,
Anner Bylsma, Maria Kliegel, Daniel Hope, Paul Watkins, Jonathan Tunnel, und
Peter Bruns. Seit Mai 2006 ist sie Mitglied der Kronberg Academy und ihrer
Elitehochschule für Streicher (Kronberg im Taunus).In den vergangenen
Jahren begeisterte sie in berühmten europäischen Häusern mit ihrer
Kammermusik und beteiligte sich an Festivals in Cannes, Paris (Champs-Elyssées
Theater, Louvre, Musée d’Orsay), New York, Illinois (Woodstock Mozart
Festival), Kronberg („Chamber Music Connects the World“), Bayreuth,
Manchester, Lissabon, Petersburg, Kiev, Elba (Italien), Orne (Frankreich),
Bayreuth, Madrid.
Marie-Elisabeth Hecker trat u.a. mit dem
Cherubini-Orchester und Yuri Temirkanov beim Ravenna Festival auf, mit dem
Symphonieorchester „Neues Russland“ unter Yuri Bashmet in Moskau, mit der
Kremerata Baltica und Gidon Kremer, mit dem Marjinsky-Orchester unter Valery
Gergiev.
Die Begegnung mit Claudio Abbado eröffnete ihr neue
Konzertmöglichkeiten
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Mit seinem
hochvirtuosen und gleichzeitig unprätentiösen Stil hat sich der Pianist
Martin
Helmchen
in den letzten Jahren
in der internationalen Musikszene einen Namen gemacht. Er wurde 1982 in
Berlin geboren und erhielt den ersten Klavierunterricht bereits mit sechs
Jahren – heute kann er mit dem „ECHO Klassik“ und dem „Credit Suisse Young
Artist Award“ zwei der bedeutendsten Preise der Musikszene und
Konzerterfahrung mit so bedeutenden Orchestern wie den Wiener
Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder dem NHK
Symphony Orchestra Japan vorweisen.2007 erschien seine erste CD mit
Klavierkonzerten von Mozart, seine erste Solo-CD mit Werken von Schubert
wurde im Herbst 2008 veröffentlicht und hat den Echo Klassik 2009 errungen.
Inzwischen liegen weiter CD-Einspielungen vor, u.a. mit Julia Fischer
(Violine).
Martin Helmchens besondere Aufmerksamkeit gilt der Kammermusik, eine
Leidenschaft, für die Boris Pergamenschikow die wesentlichen Impulse gab. Er
musiziert regelmäßig mit Heinrich Schiff und Marie-Elisabeth Hecker; weitere
Partner sind Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Tabea Zimmermann,
Juliane Banse, Julia Fischer, Sabine Meyer und Lars Vogt.
Martin Helmchen trat u. a. mit dem RSO Stuttgart, den Bamberger
Symphonikern, dem RSB Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem
Orchestre Nationale de France, dem London Philharmonic Orchestra sowie dem
BBC Symphony Orchestra auf; er arbeitete mit Dirigenten wie Marc Albrecht,
Lawrence Foster, Philippe Herreweghe, Marek Janowski, Vladimir Jurowski,
Yakov Kreizberg, Kurt Masur, Christoph Poppen und Bruno Weil.
In der Saison 2008/09 war Martin Helmchen in seiner Heimatstadt Artist in
Residence des Konzerthauses Berlin. Des Weiteren spielte er bei den Wiener
Symphonikern, dem Hallé Orchester Manchester, dem Orchestre Philharmonique
de Monte-Carlo, dem Tonhalle Orchester Zürich und unternimmt eine
ausgedehnte Europatournee mit der Königlichen Philharmonie Antwerpen unter
Leitung von Philippe Herreweghe. Soloabende führen ihn u. a. nach Paris,
Luzern, Triest, Zürich,
London und Berlin.
Rolf Basten,
geb. 1951, studierte nach Abschluss des Kirchenmusik-, Theorie- und
Klavierstudiums Cembalo bei Professor Hedwig Bilgram an der Münchener
Musikhochschule. Im Jahre 1982 bekam er das Künstlerische Staatsdiplom „
mit Auszeichnung“ überreicht und 1983 das Meisterklassendiplom. Danach war
er noch Meisterschüler von Kenneth Gilbert am Mozarteum in Salzburg. Rolf
Basten gibt regelmäßig Konzerte, er machte Rundfunk- und
Fernsehaufzeichnungen im In- bzw. Ausland .
Seit
1992 führte seine Beschäftigung mit Musiksoziologie und Anthropologie zur
Entwicklung eigener philosophischer Erkenntnismethoden, er ist seither
gefragter Referent bei interdisziplinären Symposien und seit 2002 im
Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft „Alte Musik in Bayern“ e. V.
Eine
eigene Veranstaltungsreihe mit Vorträgen zu kulturellen Fragen und Problemen
unserer Zeit findet regelmäßig als „Jour fix“ in München statt. |
"Rund um das Klavier"
organisieren wir Konzerte, um jungen Musikern und Studenten die Möglichkeit für kleine Konzertauftritte zu geben.
Den Schülern des Klavierspiels wird ein Forum gegeben, um ihre Fortschritte
zu zeigen und bei den Förderkonzerten möchten wir viele neue Freunde und
Förderer für unsere Initiative gewinnen.
Musik hautnah erleben, den Pianisten in die Noten schauen, seinen Atem hören
und den Schweiß von der Stirne herunter laufen sehen..... das ist für den
Musikliebhaber das Besondere an unseren
"Verabredungen mit dem Klavier".
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